Plagiate & Beschlagnahmungen

Frankreich: Fast 11 Millionen gefälschte Spielzeuge beschlagnahmt

In einer großen Aktion gegen den Online-Handel mit Plagiaten haben der französische Zoll und das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) im Jahr 2025 insgesamt mehr als 10,7 Millionen gefälschter Spielzeuge beschlagnahmt.

Erfolgreiche Operation durch den französischen Zoll und OLAF


Im Lauf des Jahres 2025 haben Beamte des französischen Zolls und des Europäischen Amts für Betrugsbekämpfung (OLAF) in einer koordinierten Gemeinschaftsoperation fast 11 Millionen gefälschte Spielzeug-Artikel beschlagnahmt, die offenbar für den Online-Verkauf vorgesehen waren. Das geht aus Mitteilungen hervor, die die beiden Behörden jeweils im Dezember veröffentlicht hatten.

Den Ausgangspunkt bildeten demnach Ermittlungen der französischen Nationalen Direktion für Zollnachrichtendienst und Ermittlungen (DNRED), die durch Online-Kontrollen und die Überprüfung von Stichproben zahlreiche gefälschte Spielwaren auf Verkaufsplattformen im Web identifizierte. Mit Hilfe weiterer Informationen von den Online-Marktplätzen konnten die Behörden so insgesamt über 10 Millionen Spielzeuge in ganz Frankreich sicherstellen. Viele der gefälschten Produkte stellten laut den Behörden signifikante Risiken für die Gesundheit und Sicherheit von Verbrauchern dar – insbesondere für Kinder.
 

Von Paris nach Brüssel: Kooperation auf europäische Ebene


Nachdem die französischen Zollfahnder Informationen über die Funde an das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung weitergegeben hatten, leitete OLAF eine koordinierte Untersuchung auf europäischer Ebene ein. Gemeinsam mit dem französischen und dem tschechischen Zoll wurden umfangreiche Online-Ermittlungen durchgeführt, wobei Millionen verdächtiger Anzeigen identifiziert und aus dem Verkauf genommen wurden.
 

Weitere Maßnahmen angekündigt


Die abgeschlossene Operation wird von den Behörden ausdrücklich als erste Phase einer umfassenderen Untersuchung dargestellt, die von OLAF koordiniert wird. Demzufolge sind derzeit europaweit nahezu 100 Millionen Artikel als Fälschungen identifizierte worden. Weitere Maßnahmen seien bereits in Vorbereitung, um gegen beteiligte kriminelle Netzwerke vorzugehen.

Hoher Schaden durch gefälschtes Spielzeug
Die wirtschaftlichen Schäden durch Fälschungen in der Branche sind Schätzungen zufolge alarmierend: Eine 2024 veröffentlichte Studie des EUIPO kam zum Schluss, dass Fälschungen in den Bekleidungs-, Kosmetik-, und Spielzeug‑Branchen jährlich rund 16 Milliarden Euro kosten. Die größten Verluste würden dabei in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien anfallen. Letztes Jahr hatten Zollbehörden im südfranzösischen Bayonne beispielsweise bereits über eine Beschlagnahme von mehr als 500.000 gefälschten Spielen und Spielzeugen berichtet. 
 

Quellen: Ministère de l’Action et des Comptes publics, European Anti-Fraud Office (OLAF) | Artikel in Kooperation mit dem Anti-Piracy Analyst

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