Was ist die beste Anti-Counterfeiting-Lösung?

Produktpiraterie hat sich zu einem hochorganisierten, globalen Geschäft entwickelt. Während sich Fälschungen früher auf lokal vertriebene Einzelkopien beschränkten, erstrecken sie sich heute über unautorisierte Produktion, komplexe physische Distributionsnetzwerke sowie großflächige Online-Verkäufe über Marktplätze, soziale Medien und betrügerische Websites.
Da Fälscher schneller, innovativer und professioneller agieren, stehen Marken vor einer zentralen Herausforderung: Produkte, Umsätze, Markenreputation und Konsumenten über physische und digitale Kanäle hinweg zu schützen – und dabei sehr unterschiedliche Risikoszenarien zu berücksichtigen, abhängig von Produkttyp, Markt, Preispositionierung und Vertriebsmodell.
Diese Entwicklung hat grundlegend verändert, wie eine wirksame Anti-Counterfeiting-Strategie heute aussehen muss.
Die Anforderungen an eine wirksame Anti-Counterfeiting-Lösung
Fälschungen entstehen nicht zu einem einzigen Zeitpunkt und nicht in nur einem Vertriebskanal. Sie beginnen mit unautorisierter Produktion, setzen sich über physische Distribution fort und enden häufig im Online-Verkauf.
Wichtig dabei: Betroffen sind nicht nur die gefälschten Produkte selbst, sondern auch die eingesetzten Sicherheitsmerkmale und Schutzkennzeichnungen. In vielen Fällen stammen das gefälschte Produkt und das gefälschte Sicherheitsmerkmal aus unterschiedlichen Quellen und Regionen und werden dann im Land selbst zusammengesetzt, was Identifikation und Durchsetzung erheblich komplexer macht.
Viele Diskussionen rund um Anti-Counterfeiting konzentrieren sich primär auf einzelne Technologien wie sichere QR-Codes, NFC-Tags, Hologramme, Blockchain-Tracking, Taggants oder forensische Marker. Diese Technologien sind wertvolle Bausteine – sie definieren jedoch für sich genommen noch keine wirksame Lösung. Ansätze, die nicht alle Phasen des Produktlebenszyklus abdecken, hinterlassen zwangsläufig Blindstellen.
Daher wird die beste Anti-Counterfeiting-Lösung heute nicht mehr durch eine einzelne Technologie oder ein einzelnes Sicherheitsmerkmal definiert, sondern durch eine ganzheitliche Brand-Protection-Strategie. Entscheidend ist, ob eine Lösung Marken in die Lage versetzt, Fälschungen über physische und digitale Kanäle hinweg zu erkennen, zu verstehen und aktiv zu unterbinden – und am Ende den Umsatz mit Originalprodukten nachhaltig zu steigern.
In der Praxis bedeutet dies, dass eine wirksame Anti-Counterfeiting-Lösung vier zentrale Anforderungen erfüllen muss:
Konfiguration und Skalierbarkeit
- Individuelle Konfiguration nach Produkt, Markt, Risikoprofil und Preispositionierung
- Wirtschaftliche Skalierbarkeit für sowohl volumenstarke, preis-sensible Produkte als auch Premium- und Luxusgüter
Direkter Produktschutz
- Direkter Schutz des Produkts durch physische Sicherheitslabels oder -markierungen
Authentifizierung und datenbasierte Erkenntnisse
- Universelle Konsumenten-Authentifizierung per Smartphone ohne App-Installation, um ausreichend Datenvolumen zu erzeugen
- Ein digitales Intelligenz-Backend, das Authentifizierungsdaten analysiert, um Muster, Quellen und Distributionswege zu identifizieren
Online-Markenschutz und -Durchsetzung
- Anbindung an Online-Brand-Protection, Testkäufe und Enforcement-Maßnahmen, um Fälschungsangebote zu entfernen und Netzwerke zu zerschlagen
Diese Anforderungen lassen sich in drei Kernelemente strukturieren, die ein wirksames Anti-Counterfeiting-System definieren.
Die drei Kernelemente eines wirksamen Anti-Counterfeiting-Systems
Damit eine Anti-Counterfeiting-Strategie als System und nicht als Sammlung isolierter Maßnahmen funktioniert, basiert sie auf drei zentralen Elementen.
Diese Elemente sind keine Produkte oder Technologien, sondern beschreiben funktionale Rollen innerhalb eines ganzheitlichen Systems:
- Physischer Produktschutz zur sofortigen, direkten Echtheitsprüfung
- Digitale Authentifizierung und Datenintelligenz zur Umwandlung einzelner Prüfungen in verwertbare Erkenntnisse
- Durchsetzung und Online-Brand-Protection zur Entfernung gefälschter Produkte aus dem Markt
Nur wenn diese drei Elemente zusammenwirken, kann Produktpiraterie nicht nur beobachtet, sondern aktiv erkannt, analysiert und gestoppt werden.
Kernelement 1: Physischer Produktschutz
Physischer Produktschutz bildet die Grundlage jedes Anti-Counterfeiting-Systems.
Physische Sicherheitslabels oder -markierungen schützen das Produkt direkt. Sie können als Etiketten appliziert oder direkt in die Verpackung integriert werden – beispielsweise über Druckverfahren, Heißsiegeln, Kaltfolie, Flexo-, Offset-, Digitaldruck oder Inline-Produktionsprozesse.
Diese Markierungen ermöglichen allen relevanten Akteuren eine Echtheitsprüfung:
- Konsumenten, die einfache und sichtbare Merkmale benötigen
- Zollbehörden und Behörden, die Waren schnell beurteilen müssen
- Marken und interne Ermittler, die verlässliche physische Referenzpunkte brauchen
Physische Sicherheitsmarkierungen wirken abschreckend und ermöglichen eine sofortige Vor-Ort-Authentifizierung. Ausgestaltung und Sicherheitsniveau hängen vom jeweiligen Produkt, Markt und Risikoszenario ab.
Hier beginnt auch die individuelle Konfiguration.
Nicht jedes Produkt ist dem gleichen Fälschungsrisiko ausgesetzt. Stückzahlen, Preisniveau, regulatorische Anforderungen und Distributionskanäle unterscheiden sich erheblich. Entsprechend muss der physische Produktschutz gezielt pro Produkt und Markt ausgewählt und gestaltet werden.
Je nach Anwendungsfall kann der Schutz auf rein visuellen Sicherheitsmerkmalen, rein digitaler Authentifizierung oder einer Kombination beider Ansätze innerhalb eines Labels basieren. Visuelle holografische Merkmale ermöglichen sofortige Wiedererkennung am Point of Sale, digitale Labels erlauben Smartphone-basierte Authentifizierung und Datengenerierung, kombinierte Lösungen vereinen sichtbares Vertrauen mit digitaler Verifikation.
Die Marke KURZ SCRIBOS verfolgt daher einen modularen Ansatz beim physischen Produktschutz. Je nach Einsatzszenario können Sicherheitslösungen rein visuell, rein digital oder als integrierte visuell-digitale Kombination umgesetzt werden.

Kernelement 2: Digitale Authentifizierung und Datenintelligenz
Das zweite Kernelement ist die digitale Authentifizierung. Sie verwandelt einzelne Echtheitsprüfungen in strukturierte, analysierbare und nutzbare Daten.
Digitale Sicherheitslabels – etwa sichere QR-Codes – ermöglichen Smartphone-basierte Authentifizierung ohne App-Installation. Die Prüfung ist schnell, einfach und für alle zugänglich, während gleichzeitig wertvolle Daten entstehen.
Diese Daten ermöglichen es Marken:
- Authentifizierung für jedermann, überall
- Erkennung von Fälschungsschwerpunkten und auffälligem Scan-Verhalten
- Identifikation unautorisierter Produktion, Graumarkt-Aktivitäten und Parallelhandel
- Transparenz über Distributionswege und Verkaufsstellen
- Unterscheidung zwischen Einzelfällen und organisierter Produktpiraterie
- Priorisierung von Ermittlungen und Enforcement-Maßnahmen
- Gewinn zusätzlicher Markt- und Marketing-Insights, etwa zu regionalen Nachfragedifferenzen, um fundierte kommerzielle Entscheidungen zu treffen
Digitale Markierungen der Marke KURZ SCRIBOS unterstützen App-freie Smartphone-Authentifizierung und stellen so breite Zugänglichkeit und zuverlässige Datenerfassung im großen Maßstab sicher.
Ohne digitale Authentifizierung und Datenintelligenz bleibt Anti-Counterfeiting reaktiv. Einzelne Fälschungen zu erkennen, ohne ihre Quelle zu identifizieren, ist keine nachhaltige Strategie.

Kernelement 3: Durchsetzung und Online-Brand-Protection
Digitale Erkenntnisse entfalten nur dann Wert, wenn sie in Handlung überführt werden. Daher bilden Durchsetzung und Online-Brand-Protection das dritte Kernelement eines vollständigen Anti-Counterfeiting-Systems.
Heute werden viele Fälschungen direkt über Online-Marktplätze, soziale Plattformen und nicht autorisierte Websites verkauft. Enden Anti-Counterfeiting-Maßnahmen auf Produktebene, verlagert sich Fälschungsaktivität schlicht in den am leichtesten zugänglichen Vertriebskanal.
Online-Brand-Protection schließt diese Lücke, indem Authentifizierungsdaten verknüpft werden mit:
- Markt- und Plattform-Monitoring
- Ermittlungen und Testkäufen
- Takedowns und Durchsetzungsmaßnahmen
So werden Fälschungsangebote dort entfernt, wo Konsumenten tatsächlich kaufen – nicht nur identifiziert, sondern aktiv beseitigt.
Damit schließt sich der Kreislauf zwischen Produktschutz, digitaler Intelligenz und Marktdurchsetzung.

Von Authentifizierung zu datenbasierter Auswertung und Enforcement
Um physische Labels, digitale Authentifizierung und Durchsetzung zu einem operativen Gesamtsystem zu verbinden, ist eine zentrale Plattform erforderlich.
Alle KURZ SCRIBOS Sicherheitslösungen können an SCRIBOS 360 angebunden werden – die digitale Brand-Protection-Plattform der Marke. Dort werden Authentifizierungsereignisse verifiziert, erfasst und analysiert. Einzelne Prüfungen werden in belastbare Erkenntnisse überführt, die Ermittlungen und Enforcement unterstützen.
Bei der Marke KURZ SCRIBOS verbleiben diese Erkenntnisse nicht isoliert, sondern können direkt für Online-Brand-Protection-Maßnahmen wie Monitoring, Ermittlungen, Testkäufe und Takedowns genutzt werden.
Das ist der Unterschied zwischen dem Erkennen von Fälschungen und dem tatsächlichen Stoppen von Produktpiraterie.

Branchen mit besonderem Nutzen integrierter Anti-Counterfeiting-Lösungen
Ganzheitliche Anti-Counterfeiting-Systeme sind besonders relevant für Branchen mit hohen Stückzahlen, komplexen Lieferketten, hoher Markenbekanntheit oder attraktiven Margen – also genau dort, wo Fälscher wirtschaftlich denken:
- FMCG
- Spirituosen, Wein und Getränke
- Kosmetik und Körperpflege
- Pharmazeutische Produkte
- Chemikalien und Agrochemikalien
- Nahrungsergänzungsmittel
- Automobilersatzteile und Komponenten
- Luxus- und Lizenzprodukte
Von der Strategie zur Umsetzung
Produktpiraterie lässt sich nicht mit Einzelmaßnahmen bekämpfen. Marken, die auf isolierte Technologien setzen, erkennen Fälschungen zwar, bleiben jedoch reaktiv und dauerhaft anfällig für Wiederholungsangriffe.
Ein individuell konfiguriertes, modulares Anti-Counterfeiting-System ermöglicht es Marken, über reine Erkennung hinauszugehen. Durch die Kombination aus physischem Produktschutz, digitaler Authentifizierung mit Datenintelligenz und Online-Brand-Protection können Fälschungsaktivitäten identifiziert, nachvollzogen und an ihrer Quelle unterbunden werden.
Dieser Ansatz erlaubt es, Brand-Protection-Strategien kontinuierlich weiterzuentwickeln – angepasst an neue Produkte, Märkte und sich verändernde Fälschungsmuster.
Die richtige Anti-Counterfeiting-Lösung für Ihre Marke
Es gibt keine universelle Lösung, die für jede Marke passt. Die passende Anti-Counterfeiting-Lösung hängt ab von:
- dem Produktportfolio
- konkreten Fälschungs- und Graumarktrisiken
- den beteiligten Authentifizierungsgruppen
- regulatorischen und marktspezifischen Anforderungen
Die Experten der Marke KURZ SCRIBOS begleiten Marken von der Risikoanalyse und Lösungsdefinition über die Implementierung bis hin zur laufenden Optimierung – über physische, digitale und hybride Sicherheitslabels sowie Online-Brand-Protection hinweg. Bei Bedarf übernehmen wir auch den Betrieb und die Auswertung der IT-Systeme für unsere Kunden und übersetzen Daten direkt in Handlung.
Seit mehr als 25 Jahren ist die Marke KURZ SCRIBOS ein vertrauenswürdiger Partner für globale Marken und steht für bewährte Anti-Counterfeiting-Lösungen mit hoher Sicherheitskompetenz, technologischer Tiefe und langfristiger Zuverlässigkeit.
Kontaktieren Sie uns, um zu besprechen, wie eine individuell zugeschnittene Anti-Counterfeiting-Lösung für Ihre Marke, Ihr Produktportfolio und Ihr Risikoszenario aussehen kann: hello@kurz-scribos.com.
Beste Anti-Counterfeiting-Lösungen
High-Impact-FAQ
Die beste Anti-Counterfeiting-Lösung ist ein individuell konfiguriertes, modulares System, das physische Sicherheitslabels, digitale Authentifizierung mit Datenintelligenz und Online-Brand-Protection kombiniert – und daraus konkrete Durchsetzungsmaßnahmen ableitet.
Fälschungsrisiken variieren je nach Produkt, Markt, Volumen und Vertriebskanal. Nur maßgeschneiderte Lösungen lassen sich wirksam anpassen und langfristig weiterentwickeln.
Ja. Sicherheitslabels bilden weiterhin die Grundlage des Produktschutzes. In Kombination mit digitaler Authentifizierung und Datenintelligenz werden sie zu skalierbaren Brand-Protection-Werkzeugen. Besonders wertvoll ist die Einbindung von Konsumenten, da sie Daten liefert, die interne Ermittlungen allein nie erfassen könnten.
Sichere QR-Codes sind ein zentraler Bestandteil moderner Anti-Counterfeiting-Lösungen. Ihr volles Potenzial entfalten sie jedoch erst im Zusammenspiel mit visuellen Sicherheitsmerkmalen und Enforcement.
Ein hybrides Sicherheitslabel kombiniert visuelle Authentifizierung mit digitaler Verifikation und ermöglicht sowohl unmittelbares Vertrauen am Point of Sale als auch datenbasierte Absicherung.
Daten machen Muster, Quellen und das Ausmaß von Produktpiraterie sichtbar. Ohne Daten können Fälschungen erkannt, aber keine Netzwerke zerschlagen werden.
Online-Brand-Protection entfernt Fälschungsangebote von Marktplätzen, Websites und sozialen Plattformen und verhindert, dass gefälschte Produkte Konsumenten erreichen.
Branchen mit hohen Stückzahlen, attraktiven Margen, starker Markenwirkung oder komplexen Lieferketten – etwa FMCG, Kosmetik, Pharma, Spirituosen, Automotive und Luxusgüter – profitieren besonders von integrierten Systemen.



