Vom Produktscan zur Maßnahme: Wie integrierter Markenschutz funktioniert

Physische Sicherheitsmerkmale am Produkt bilden die Grundlage für wirksamen Markenschutz. In Verbindung mit digitaler Authentifizierung wird der Produktscan zum Ausgangspunkt für Datenanalyse, Hotspot-Erkennung, Testkäufe, Takedowns und weitere Maßnahmen. Praxisbeispiele aus Lizenzprodukten, Agrarsektor und Schmierstoffen zeigen, wie integrierter Markenschutz in unterschiedlichen Märkten funktionieren kann.

Warum isolierte Markenschutzmaßnahmen nicht mehr ausreichen

Produktpiraterie ist kein punktuelles Problem mehr. Gefälschte Produkte bewegen sich über internationale Lieferketten, Online-Marktplätze, Social-Media-Kanäle, Graumärkte und physische Verkaufsorte. Für Markeninhaber wird es dadurch immer schwieriger, Fälschungen nur über einzelne Maßnahmen wie gelegentliches Online-Monitoring oder rein reaktive rechtliche Schritte wirksam zu bekämpfen.

Die Dimension des Problems ist erheblich. Eine im Mai 2025 veröffentlichte Studie von OECD und EUIPO schätzt den globalen Handel mit gefälschten Waren auf Basis der neuesten verfügbaren Daten für 2021 auf rund 467 Milliarden US-Dollar. Das entspricht etwa 2,3 Prozent des Welthandels.

Für Europa zeigt sich ebenfalls ein klares Bild: 2024 wurden in der Europäischen Union rund 112 Millionen gefälschte Waren mit einem geschätzten Verkaufswert von 3,8 Milliarden Euro sichergestellt.

Gleichzeitig verändern sich die Methoden der Fälscher. Online-Plattformen, Kleinpaketsendungen, globale Beschaffungsnetzwerke und digitale Tools machen Vertrieb und Tarnung einfacher. Einzelne Schutzmaßnahmen greifen in diesem Umfeld oft zu kurz, wenn sie nicht miteinander verbunden sind.

Für Markeninhaber bedeutet das: Brand Protection muss heute am Produkt beginnen, digitale Authentifizierung ermöglichen und die gewonnenen Daten in konkrete operative Schritte überführen. Genau hier liegt der Mehrwert integrierter Lösungen von KURZ SCRIBOS. Physische Sicherheitsmerkmale, digitale Produktauthentifizierung, SCRIBOS 360 und Online Brand Protection werden zu einem verbundenen System, das nicht nur einzelne Fälschungen erkennbar macht, sondern Risiken sichtbar macht, einordnet und gezielte Maßnahmen unterstützt.

Produktauthentifizierung beginnt am physischen Produkt

Die Grundlage jeder wirksamen Anti-Counterfeiting-Strategie ist eine verlässliche Kennzeichnung am Produkt oder an der Verpackung. Ohne eine belastbare Authentifizierungsgrundlage am Produkt selbst lässt sich nur schwer zuverlässig beurteilen, ob ein konkreter Artikel echt, verdächtig oder gefälscht ist. Gleichzeitig fehlt ohne Produktbezug die Datengrundlage, um verdächtige Muster systematisch zu erkennen, Fälschungsaktivitäten zu verfolgen und weitere Maßnahmen zur Durchsetzung von Schutzrechten vorzubereiten. KURZ SCRIBOS bietet dafür optische, digitale und hybride Sicherheitslösungen, die je nach Produkt, Risiko, Markt und Zielgruppe individuell konfiguriert werden können.


Dazu gehören zum Beispiel:

  • Security Labels, die visuelle Sicherheitsmerkmale, eindeutige IDs, QR-Codes oder digitale Authentifizierungsfunktionen kombinieren können.
  • Security Seals, die sichtbar machen können, ob eine Verpackung bereits geöffnet oder manipuliert wurde.
  • Direkt gedruckte Sicherheitsmerkmale, zum Beispiel ValiGate® Direct Print, bei dem ein copy-protected QR-Code direkt auf Verpackung oder bestehendes Labeldesign gedruckt wird.
  • Hybride Lösungen, die visuelle Authentifizierung mit digitaler Verifizierung per Smartphone verbinden.

Der entscheidende Punkt ist nicht die einzelne Technologie, sondern ihre Rolle im Gesamtsystem. Ein Sicherheitslabel oder ein gedrucktes Sicherheitsmerkmal schützt nicht nur den einzelnen Artikel. In Verbindung mit digitaler Authentifizierung kann es auch zum sicheren Einstiegspunkt in einen datenbasierten Brand-Protection-Prozess werden.

So können unterschiedliche Zielgruppen Produkte prüfen: Konsumenten, Handelspartner, Inspektoren, Ermittler oder Zollbehörden können je nach Lösung visuell oder per Smartphone überprüfen, ob ein Produkt authentisch ist. Bei digitalen oder hybriden Lösungen entsteht zusätzlich ein Datenpunkt, der für weitere Analyse- und Schutzmaßnahmen genutzt werden kann.

Sicherheitsetiketten – VeoMark®
Sicherheitsetiketten – VeoMark®
Sicherheitssiegel – HighPerSeal® mit 3-Color VOID
Sicherheitssiegel – HighPerSeal® mit 3-Color VOID
Gedruckte Sicherheitslösungen – ValiGate® Direct Print
Gedruckte Sicherheitslösungen – ValiGate® Direct Print
Hybride Lösung – TRUSTSEAL® ID
Hybride Lösung – TRUSTSEAL® ID

Was passiert nach dem Scan?

Ein Produktscan ist mehr als eine Echtheitsprüfung. Er ist der Moment, in dem aus einem physischen Produkt ein digital auswertbarer Touchpoint wird.

Bei KURZ SCRIBOS bildet SCRIBOS 360 die digitale Plattform hinter vielen Lösungen. Jeder Scan eines verbundenen Sicherheitsmerkmals kann Authentifizierungsdaten erzeugen, die in SCRIBOS 360 erfasst, analysiert und für Brand-Protection-Entscheidungen nutzbar gemacht werden.


Typische Analysefelder sind:

  • Fälschungshotspots: Regionale Häufungen verdächtiger Scans können auf interaktiven Karten visualisiert werden und Hinweise darauf geben, wo nicht autorisierte Produkte im Umlauf sein könnten.
  • Graumarkt-Handel: Wenn Produkte außerhalb der vorgesehenen Zielmärkte gescannt werden, kann dies auf unautorisierte Umverteilung oder Parallelhandel hindeuten.
  • Auffällige Vertriebswege: Wiederholte Scans, ungewöhnliche Zeitpunkte, hohe Scanfrequenzen oder verdächtige Kombinationen aus Standort und Produkt können vertiefende Analysen auslösen.
  • Überproduktions-Erkennung: Über B2B Ordering und Volumenkontrolle können Label- und Produktionsmengen nachvollziehbarer gesteuert werden.
  • Kunden- und Marktfeedback: Nutzerfeedback, verdächtige Produktmeldungen oder hochgeladene Bilder können zusätzliche Hinweise liefern.

Damit wird SCRIBOS 360 zur operativen Schnittstelle zwischen Produkt, Markt und Brand-Protection-Team. Einzelne Produktscans bleiben nicht isolierte Echtheitsprüfungen, sondern können in aggregierter Form Hinweise auf Fälschungsaktivitäten, Graumarktbewegungen, auffällige Vertriebsmuster oder unautorisierte Produktionsmengen liefern.


Diese Sichtbarkeit ist besonders wichtig, weil Fälschungsstrukturen dynamischer werden. Online-Plattformen, Kleinpaketsendungen, internationale Händlernetzwerke und wechselnde Vertriebswege erschweren rein reaktive Maßnahmen. Markeninhaber benötigen daher einen strukturierten Prozess, der physische Produktsicherheit, digitale Authentifizierung, Datenanalyse und operative Folgemaßnahmen miteinander verbindet.

Von Scan-Daten zu konkreten Maßnahmen

Daten allein schützen keine Marke. Entscheidend ist, ob aus ihnen nachvollziehbare, priorisierte und umsetzbare Maßnahmen entstehen.

Genau deshalb ist der Übergang von Produktauthentifizierung zu Online Brand Protection so wichtig. Wenn Scan-Daten verdächtige Muster zeigen, können sie als Ausgangspunkt für weitere Schritte dienen. Dazu gehören je nach Fall und rechtlicher Bewertung:

  1. Risikobewertung und Priorisierung verdächtiger Muster
  2. Online-Monitoring von Marktplätzen, Shops, Websites und Social-Media-Kanälen
  3. Weitere Untersuchungen zu verdächtigen Verkäufern, Angeboten oder Vertriebswegen
  4. Testkäufe zur Überprüfung konkreter Verdachtsfälle
  5. Takedowns von rechtsverletzenden Angeboten oder Inhalten
  6. Dokumentation für interne, rechtliche oder behördliche Folgeprozesse
  7. Kommunikationsmaßnahmen zur Sensibilisierung von Handelspartnern, Verbrauchern oder weiteren Stakeholdern

Beim Online Monitoring werden Onlineshops, Online-Marktplätze, Social-Media-Kanäle, Websites und Domains auf verdächtige oder rechtsverletzende Angebote überprüft. Gerade für Marken, deren Produkte häufig über digitale Kanäle gehandelt werden, ist dieser Schritt zentral. 

Große Marktplätze wie Amazon, eBay, Temu, Alibaba, Shein, Taobao oder Mercado Libre sowie Social-Media-Kanäle wie Facebook und TikTok bieten Fälschern direkten Zugang zu Endverbrauchern. Die Relevanz dieses Kanals zeigt sich auch an der Paketflut: Laut EUIPO gelangen wöchentlich rund 144.000 Pakete mit gefälschten Waren nach Deutschland. Scan-Daten aus SCRIBOS 360 können dabei helfen, verdächtige Regionen, Produkte oder Händlerstrukturen gezielter zu priorisieren und weitere Maßnahmen wie Untersuchungen, Testkäufe oder Takedowns vorzubereiten.

In Zusammenarbeit mit spezialisierten Online-Brand-Protection-Partnern wie globaleyez können solche Hinweise weiter untersucht werden. Verdächtige Angebote, Verkäuferprofile, Preisstrukturen, Domains oder wiederkehrende Muster werden analysiert und dokumentiert. Wenn sich ein Verdacht erhärtet, können Testkäufe eingesetzt werden, um konkrete Angebote und Produkte genauer zu prüfen.

Testkäufe spielen dabei eine wichtige Rolle, weil sie helfen können, digitale Hinweise mit physischen Produkten zu verbinden. Ein verdächtiges Online-Angebot wird nicht nur beobachtet, sondern durch ein reales Produkt überprüfbar. Die Ergebnisse können anschließend dokumentiert und für weitere interne, operative oder rechtliche Bewertungen genutzt werden.

Bestätigen sich Verdachtsfälle, können Takedowns und Enforcement-Maßnahmen folgen. Dazu gehört die Entfernung rechtsverletzender Inhalte und Angebote aus Onlineshops, Social-Media-Kanälen, Online-Marktplätzen, Websites oder Domains. So wird Online Brand Protection nicht nur zu einem Monitoring-Instrument, sondern zu einem aktiven Bestandteil der Markenschutzstrategie.


Für einige Originalhersteller ist außerdem der Schritt von online zu offline relevant. Hinweise aus Produktscans, Online-Recherchen oder Testkäufen können dazu beitragen, physische Kontrollmaßnahmen gezielter vorzubereiten. Das kann je nach Fall Kontrollen bei Händlern, auf physischen Märkten oder auf wichtigen Messen umfassen. In geeigneten Fällen können auch zuständige Behörden oder Strafverfolgungsstellen eingebunden werden, etwa wenn weitere Maßnahmen wie Durchsuchungen, Beschlagnahmen oder Ermittlungen erforderlich sind.

Auch die Zusammenarbeit mit Zollbehörden kann durch strukturierte Informationen unterstützt werden. Daten, Erkenntnisse und Indikatoren aus SCRIBOS 360, aus Testkäufen oder aus Online-Brand-Protection-Prozessen können dabei helfen, Risikobilder zu schärfen und relevante Hinweise bereitzustellen. Je nach rechtlicher Bewertung können solche Informationen zum Beispiel bei Grenzbeschlagnahmeanträgen oder bei der Vorbereitung weiterer Schutzrechtsmaßnahmen eine Rolle spielen.

Auf Basis einer sorgfältig dokumentierten Beweislage können Markeninhaber schließlich prüfen, ob zivilrechtliche oder strafrechtliche Schritte eingeleitet werden sollen. Welche Maßnahmen möglich und sinnvoll sind, hängt jedoch immer vom konkreten Einzelfall, der jeweiligen Rechtslage und der Qualität der dokumentierten Informationen ab.

Begleitende Kommunikation kann diesen Prozess zusätzlich unterstützen. Sie hilft, relevante Nutzergruppen über Authentifizierungsmöglichkeiten zu informieren, Scan-Raten zu erhöhen und Handelspartner, Verbraucher oder interne Teams für Fälschungsrisiken zu sensibilisieren. Gerade bei integrierten Brand-Protection-Programmen ist Kommunikation wichtig, weil technische Schutzmaßnahmen nur dann ihren vollen Wert entfalten, wenn sie im Markt verstanden und aktiv genutzt werden.

Über SCRIBOS 360 können Marken nach dem Scan zudem produktbezogene Informationen, Hinweise oder Interaktionsangebote bereitstellen. Die Plattform unterstützt damit nicht nur Produktauthentifizierung und Analyse, sondern auch Customer Interaction und digitale Kommunikation am Produkt.


Die Kommunikationsagentur Karg und Petersen kann bei Bedarf punktuell dabei unterstützen, komplexe Themen rund um Produktpiraterie, Produktauthentifizierung und Brand Protection zielgruppengerecht aufzubereiten.

Damit entsteht ein geschlossener Kreislauf: Der Produktscan liefert Hinweise. SCRIBOS 360 macht Muster sichtbar. Online Brand Protection, Testkäufe und Enforcement übersetzen diese Erkenntnisse in konkrete Maßnahmen. Kommunikation und Customer Interaction helfen, die Lösung im Markt zu aktivieren und zusätzliche relevante Rückmeldungen zu generieren.

Praxisbeispiele: Wie integrierter Markenschutz aussehen kann

Die folgenden Beispiele zeigen, wie unterschiedliche Branchen Produktauthentifizierung, digitale Plattformfunktionen und operative Brand Protection einsetzen können.

Beispiel 1:

ACO / 24H LE MANS – Markenschutz im Lizenzumfeld sichtbar machen


Für Lizenzprogramme ist Authentizität ein zentrales Vertrauenselement. Fans, Handelspartner und Lizenznehmer müssen erkennen können, ob ein Produkt offiziell autorisiert ist. Gleichzeitig benötigen Rechteinhaber Transparenz über Labelnutzung, Scanverhalten und mögliche Risiken im Markt.

Der Automobile Club de l’Ouest, Rechteinhaber der Marke 24H LE MANS, nutzt VeoMark® Sicherheitslabels in Verbindung mit SCRIBOS 360. Das Sicherheitslabel unterstützt die Authentifizierung lizenzierter Produkte und kann gleichzeitig als digitaler Touchpoint für Fan-Interaktion genutzt werden.

Besonders relevant ist hier die Verbindung aus Schutz und Aktivierung. Wenn Nutzer aktiv zum Scannen motiviert werden, entstehen nicht nur mehr Authentifizierungen, sondern auch mehr Datenpunkte für die Analyse. Dadurch können Markeninhaber besser verstehen, wo Produkte gescannt werden, welche Artikel besonders häufig geprüft werden und ob Auffälligkeiten entstehen.

Das Beispiel zeigt, dass Brand Protection in Lizenzumfeldern nicht unsichtbar bleiben muss. Richtig kommuniziert, kann ein Sicherheitslabel Vertrauen schaffen, offizielle Produkte erkennbarer machen und gleichzeitig wertvolle Marktinformationen liefern.

Beispiel 2

Bayer – Produktauthentifizierung in einem sicherheitssensiblen Markt

Im Agrarsektor können gefälschte Produkte erhebliche wirtschaftliche und operative Folgen haben. Pflanzenschutzmittel oder Saatgut müssen zuverlässig identifizierbar sein, weil gefälschte oder manipulierte Produkte Risiken für Ernteerträge, Anwender, Böden und Lieferketten verursachen können.

Bayer setzt auf das TRUSTSEAL® Label und die Bayer Seal Scan App. Das Label kombiniert einen eindeutigen QR-Code mit einem visuellen Sicherheitsmerkmal und ermöglicht Landwirten eine einfache Prüfung der Produktechtheit. Bei Auffälligkeiten können Nutzer über die Anwendung weitere Schritte einleiten.

Durch die Verbindung mit SCRIBOS 360 können aggregierte Scan- und Geodaten ausgewertet werden. So lassen sich Risikoregionen, ungewöhnliche Scanmuster oder wiederkehrende Auffälligkeiten besser erkennen. Diese Informationen können Brand-Protection-Teams dabei unterstützen, Maßnahmen gezielter zu planen und Verdachtsfälle strukturiert zu bewerten.

Das Beispiel zeigt, wie physische Produktsicherheit und digitale Analyse in einem sensiblen Markt zusammenwirken können: Die Authentifizierung schützt nicht nur den einzelnen Artikel, sondern schafft auch Sichtbarkeit über mögliche Fälschungsaktivitäten.

Beispiel 3

TotalEnergies Lubrifiants – skalierbare Authentifizierung für globale Produktionsnetzwerke


Bei globalen Produktions- und Vertriebsstrukturen muss Produktauthentifizierung nicht nur sicher, sondern auch skalierbar und prozesskompatibel sein. TotalEnergies Lubrifiants stand vor der Aufgabe, eine Lösung einzusetzen, die sich über verschiedene Märkte, Druckpartner und Produktionsumgebungen hinweg integrieren lässt, ohne bestehende Abläufe unnötig zu verkomplizieren.

Die gewählte Lösung ist ValiGate® Direct Print. Der copy-protected, serialisierte QR-Code wird direkt auf die Verpackung oder in das bestehende Labeldesign gedruckt. Dadurch lässt sich Produktauthentifizierung skalierbar in bestehende Druckprozesse integrieren, ohne zusätzliche Labels aufzubringen. Für Nutzer bleibt die Prüfung einfach: Sie können das Produkt per Smartphone authentifizieren, ohne eine separate App installieren zu müssen.

Die Scan-Daten fließen in eine angepasste SCRIBOS-360-Umgebung. Dort können Authentifizierungen ausgewertet, verdächtige Muster sichtbar gemacht und digitale Inhalte nach dem Scan bereitgestellt werden. Für TotalEnergies Lubrifiants entsteht so eine Lösung, die Produktschutz, Marktsichtbarkeit und digitale Kundeninteraktion in einem skalierbaren System verbindet.

Das Beispiel zeigt, warum integrierte Brand Protection nicht zwangsläufig zusätzliche Komplexität in der Produktion erzeugen muss. Wenn Sicherheitsmerkmale direkt in bestehende Druck- und Verpackungsprozesse eingebunden werden können, lassen sich Schutz, Skalierung und Nutzerfreundlichkeit besser miteinander verbinden.

Der Mehrwert liegt im verbundenen System

Viele Unternehmen betrachten physische Produktsicherheit, digitale Authentifizierung, Online-Monitoring und Enforcement noch getrennt voneinander. Genau darin liegt jedoch ein wesentliches Risiko. Ein Sicherheitslabel ohne Datenanalyse bleibt häufig auf die einzelne Echtheitsprüfung beschränkt. Online-Monitoring ohne Produktbezug kann verdächtige Angebote erkennen, aber nicht immer belastbar mit konkreten physischen Produkten verbinden. Rechtliche Schritte ohne strukturierte Dokumentation können unnötig aufwendig werden.

Integrierter Markenschutz verbindet diese Ebenen. Die Produktkennzeichnung schafft die Authentifizierungsbasis. SCRIBOS 360 macht Scan-Daten, Nutzerfeedback und verdächtige Muster sichtbar. Online Brand Protection übersetzt relevante Hinweise in Untersuchungen, Testkäufe, Takedowns oder weitere Maßnahmen. Kommunikation sorgt dafür, dass Nutzergruppen die Lösung verstehen und aktiv einsetzen.


So entsteht ein Brand-Protection-System, das Markeninhabern hilft,

  • Fälschungen und verdächtige Aktivitäten früher zu erkennen,
  • Graumarkt- und Vertriebsmuster besser zu verstehen,
  • Maßnahmen datenbasiert zu priorisieren,
  • interne und externe Stakeholder gezielter einzubinden
  • und Vertrauen in Originalprodukte zu stärken.

Der eigentliche Wert entsteht also nicht nur durch die Verhinderung einzelner Vorfälle. Er entsteht durch Transparenz, Handlungsfähigkeit und die Verbindung von Produktschutz, Marktintelligenz und operativer Umsetzung.

Fazit: Markenschutz muss vom Produkt bis zur Maßnahme gedacht werden

Produktpiraterie entwickelt sich über Kanäle, Märkte und Technologien hinweg weiter. Markeninhaber benötigen deshalb Schutzstrategien, die nicht bei einem einzelnen Sicherheitsmerkmal oder einer isolierten Online-Recherche stehen bleiben.

Ein moderner Ansatz beginnt am Produkt, verbindet physische oder gedruckte Sicherheitsmerkmale mit digitaler Authentifizierung und nutzt die entstehenden Daten für Analyse und Folgemaßnahmen. SCRIBOS 360 spielt dabei eine zentrale Rolle, weil die Plattform Produktauthentifizierung, Scan-Daten, Marktintelligenz und digitale Interaktion zusammenführt.

KURZ SCRIBOS unterstützt Unternehmen dabei, Brand-Protection-Lösungen zu entwickeln, die zum jeweiligen Produkt, Risiko, Markt und operativen Ziel passen. Je nach Anforderung können Security Labels, Security Seals, ValiGate® Direct Print, hybride Sicherheitslösungen, SCRIBOS 360 und Online Brand Protection Services miteinander kombiniert werden.

So wird aus dem Produktscan nicht nur eine Echtheitsprüfung. Er wird zum Ausgangspunkt für eine vernetzte Brand-Protection-Strategie, die Risiken sichtbar macht, Entscheidungen unterstützt und gezielte Maßnahmen ermöglicht. here...

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Was versteht man unter einem integrierten Markenschutzsystem?

Integrierter Markenschutz verbindet physische Produktsicherheit, digitale Authentifizierung, Datenanalyse und operative Folgemaßnahmen. Dazu können Sicherheitslabels, QR-basierte Authentifizierung, SCRIBOS 360, Online Brand Protection, Testkäufe, Takedowns und Kommunikationsmaßnahmen gehören. Ziel ist ein System, das Fälschungen nicht nur erkennt, sondern Risiken sichtbar macht und gezieltes Handeln unterstützt.

Warum beginnt Anti-Counterfeiting am Produkt?

Weil das Produkt die belastbare Authentifizierungsgrundlage liefert. Ohne ein Sicherheitsmerkmal am Produkt oder an der Verpackung ist es schwieriger, Original und Fälschung zuverlässig zu unterscheiden. Digitale oder hybride Sicherheitslösungen können zusätzlich Scan-Daten erzeugen, die für Analyse und Brand Protection genutzt werden.

Welche Informationen liefert ein Produktscan für Markeninhaber?

Je nach Lösung und Konfiguration kann ein Produktscan Datenpunkte zur Produktprüfung liefern, etwa zu Zeitpunkt, Scan-Kontext oder geografischen Mustern. Aggregiert können diese Informationen helfen, Fälschungshotspots, auffällige Scanmuster, Graumarktaktivitäten oder unautorisierte Vertriebswege zu erkennen. Bei entsprechend eingerichteten Lösungen können zusätzliche Funktionen zur Rückverfolgbarkeit oder Volumenkontrolle hinzukommen.

Welche Rolle spielt SCRIBOS 360?

SCRIBOS 360 ist die digitale Plattform hinter vielen KURZ-SCRIBOS-Lösungen. Sie ermöglicht Produktauthentifizierung, Analyse von Scan-Daten, Hotspot-Erkennung, Gray Market Monitoring, B2B Ordering, Customer Interaction und Reporting. Dadurch werden einzelne Produktscans zu auswertbaren Informationen für Brand-Protection-Teams.

Warum reicht Online-Monitoring allein nicht aus?

Online-Monitoring kann verdächtige Angebote sichtbar machen, bestätigt aber nicht automatisch die Echtheit oder Fälschung eines konkreten physischen Produkts. Eine integrierte Strategie verbindet Online-Hinweise mit Produktauthentifizierung, Testkäufen und dokumentierten Folgeprozessen. Dadurch lassen sich Verdachtsfälle strukturierter prüfen und Maßnahmen gezielter einleiten.

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